Mein Weg
Meine
Geschichte
Auch ich habe funktioniert. Tag für Tag. Bis mir mein Körper gezeigt hat, dass Funktionieren nicht dasselbe ist wie Leben.
Vielleicht erkennst du dich in diesen Zeilen selbst …
„Meine Gedanken wurden immer lauter. Ich – immer leiser.“
Vielleicht erkennst du dich wieder
Ich habe funktioniert.
Tag für Tag.
Die Hülle der Funktionierenden sollte ja aufrechterhalten werden.
Vielleicht erkennst du dich in diesen Zeilen selbst …
Ich habe funktioniert. Tag für Tag. Für andere war ich stark, zuverlässig und belastbar. Die, die alles regelt und alles perfekt im Griff hat. Die, die keine Hilfe braucht, weil sie selbst alles kann. Die, die man auf die Schnelle bittet, etwas zu erledigen, weil sie es ja sowieso macht!
Hinsitzen und nichts tun – unmöglich. Mein Organisationstalent – hervorragend! Hab ich doch immer noch MEHR geschafft und das in der gleichen Zeit.
Wie stolz ich darauf war!
Das hat auch super funktioniert! Viele Jahre! Doch irgendwann …
… fühlte ich mich erschöpft.
So unsagbar müde. Meine Gedanken kreisten immer mehr, wurden immer lauter!
Ich – immer leiser. Die Energie verschwand, aufzustehen und den Tag zu beginnen wurde anstrengend. Der Puls raste – gerade dann, wenn ich zur Ruhe kam. Innerlich war ich gehetzt. Immer.
Ich war müde. Ausgelaugt. Erschöpft. Und gleichzeitig rastlos! Irgendwann wurden selbst kleine Aufgaben zu einem inneren Kampf. Einer inneren Überwindung. Nicht nach außen, nur im Inneren. Denn die Hülle der Funktionierenden sollte ja aufrechterhalten werden.
Und dann wurde dieser Druck auf meiner Brust immer stärker. Ich bekam das Gefühl, zu ertrinken. Keine Luft zu bekommen.
Ich rannte von Arzt zu Arzt. Es wurde alles abgeklärt. Keine Auffälligkeiten. Weggeschickt wurde ich immer mit einem ähnlichen Satz: „Sie sollten sich mehr Pausen gönnen. Zur Ruhe kommen und sich etwas suchen, das Sie entspannt. Sich mehr Zeit für sich nehmen.“
Ja! Die Ansätze waren gut. Das wusste ich. Dennoch war ich wütend! Denn … Wie macht man das mit drei Kindern – eines davon noch nicht einmal im Kindergarten –, einem Hund und einem Mann, mit dem man dessen Firma leitet und der selbst neben der eigenen Firma noch einen anderen Hauptjob hat?
Ich war so wütend – auf die Ärzte! Aber eigentlich auf mich selbst! Denn die Ärzte sprachen nur das aus, was ich selbst im Inneren längst wusste und immer wieder verdrängte.
SO konnte es nicht weitergehen!
Der Wendepunkt
Ich wusste: So möchte ich nicht weiterleben.
Ich mag die schönen Momente sehen. Meine Kinder in kleinen Dingen bewusst wahrnehmen. Nicht nur flüchtig. Die Momente festhalten, die so schnell vergehen. Die vielen letzten Male bewusst wahrnehmen.
Ich mag nicht mehr im Stehen nebenbei essen.
Ich mag nicht mehr gehetzt durchs Leben gehen und all die Schönheit um mich herum und in mir verpassen!
Ich mag LEBEN und FÜHLEN, LACHEN und ANKOMMEN! Ankommen bei mir selbst und in mir selbst! Meine Ruhe in MIR finden. Mein eigener Ruhepol sein. MICH finden. Denn wer war ich, wenn ich nicht Mutter, Ehefrau oder Tochter bin?
Mein Wandel
Veränderung ist nicht leicht – und sie ist keine Konstante.
Und ab diesem Moment begann mein Wandel! Er war nicht immer leicht und ich bin froh, dass ich ihn nicht alleine gegangen bin. Denn bestimmt hätte ich mich viele Male wieder verloren und aufgegeben.
Ich glaube daran, dass jeder Mensch die Fähigkeit besitzt, wieder zu mehr Kraft, Klarheit und Lebensfreude zurückzufinden. Manchmal braucht es jemanden, der zuhört und den Weg ein Stück mitgeht. Jemanden, der einem einen sicheren Raum bietet, in dem man sich geborgen und geschützt fühlt. Bei dem man nach und nach zur Ruhe und zu sich selbst finden kann.
Vielleicht fragst du dich, wie lange du das noch schaffen kannst. Vielleicht bist du schon an dem Punkt, an dem dir das Aufstehen schwerfällt oder du dich längst verloren hast. Vielleicht hast du dich auch nie selbst gefunden.
Dein erster Schritt
Ich möchte, dass du weißt: Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
Vielleicht fühlt sich dein Weg im Moment schwer an. Vielleicht weißt du nicht, wo du anfangen sollst. Das musst du auch nicht.
Manchmal reicht es, den ersten Schritt zu gehen – den nächsten gehen wir gemeinsam.
Es braucht keinen perfekten Zeitpunkt,
um etwas zu verändern.
Es braucht nur den Mut,
den ersten Schritt zu gehen
Lass uns gemeinsam herausfinden, wie ich dich unterstützen kann.
Du musst noch nicht wissen, wie dein ganzer Weg aussieht. Vielleicht reicht für heute der erste Schritt.
Ich freue mich auf dich.